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Pressemitteilungen

14. November 2014

OECD-Kontaktstelle: Keine Verantwortung von KiK für Fabrikbrand in Bangladesch

Bönen, 14.11.2014. Der Abschlussbericht der Nationalen Kontaktstelle der OECD beim Bundeswirtschaftsministerium hat das westfälische Textilunternehmen KiK von einer Mitverantwortung für den Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch entlastet.


Das geht aus dem offiziellen Abschlussbericht der OECD-Kontaktstelle zum Brand in der bangladeschischen Textilfabrik Tazreen hervor, der am heutigen Freitag veröffentlich wurde:

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/A/abschlusserklaerung-kekeritz,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

Damit ist das im Mai 2013 eingereichte Verfahren bei der Nationalen OECD-Kontaktstelle wegen möglicher Verletzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten des Unternehmens mit einer klaren Entlastung von KiK abgeschlossen worden. Die Geschäftsführung von KiK begrüßte den Bericht: „KiK hat konstruktiv an der umfassenden Untersuchung und Aufklärung des Unfalls mitgewirkt und sieht sich in der Wahrnehmung seiner Sorgfaltspflicht und sozialen Verantwortung bestätigt“.

Der Bericht stellt fest, dass KiK keine maßgeblichen Einflussmöglichkeiten zur  Verhinderung des Brandes und damit keine Mitverantwortung an dessen Entstehung hatte. Eine auf die OECD Leitsätze begründete Forderung nach Entschädigungszahlungen besteht somit nicht, heißt es in dem Bericht weiter.

Auch in Bezug auf die Forderung nach höheren Löhnen konnte dem Textildiscounter kein Verstoß gegen die Leitlinien nachgewiesen werden.  Die darüber hinaus im Mittelpunkt des Verfahrens stehende Frage, ob KiK bei der Auswahl seiner Lieferanten genug Sorgfalt auf die Einhaltung von Sozialstandards lege, beantwortete die Nationale Kontaktstelle grundsätzlich positiv. Ausschlaggebend dafür waren die Erläuterungen von KiK über Programme zur Sicherstellung der Einhaltung sozialer Mindeststandards und Maßnahmen zur Verbesserung der Produktionsbedingungen.

„Unser Unternehmen steht zu seiner gesellschaftlichen Verpflichtung und der Einhaltung sowie kontinuierlichen Verbesserung sozialer, ökologischer und qualitativer Standards“, teilte KiK am Freitag mit. Zugleich habe man – mit anderen Unternehmen gemeinsam – frühzeitig und unkompliziert finanzielle Hilfe für die Opfer des Fabrikbrands und deren Angehörige geleistet. Das Unternehmen erklärte weiter, man wolle nun mit allen beteiligten Gruppen, auch Kritikern in Politik und Gesellschaft, in einem kontinuierlichen Dialog bleiben, um auch deren Anfragen aufzunehmen. Die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter in den Fabriken zu verbessern sowie die nachhaltige Modernisierung der Produktionsbedingungen in Bangladesch bleibe ein zentrales Anliegen für KiK.