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Pressemitteilungen

30. August 2016

KiK begrüßt Prozess vor deutschem Gericht

Gewährung von Prozesskostenhilfe keine Vorentscheidung über den Erfolg der Klage


Bönen, 30.08.2016 – Das Landgericht Dortmund hat heute die Prozesskostenhilfe für die Kläger des Fabrikunglücks von Ali Enterprises bewilligt. Hierzu stellt Dr. Gunther Lehleiter, prozessführender Anwalt für die KiK Textilien und Non Food GmbH fest:

„Eine Vorentscheidung über den Erfolg der Klage ist mit der heutigen Entscheidung des Landgerichts nicht getroffen. Das Landgericht hat Prozesskostenhilfe bewilligt, weil es schwierige und bislang ungeklärte Rechtsfragen, wie die Frage der Haftung von im Ausland tätigen Unternehmen nach ausländischem Recht, nicht im Prozesskostenhilfeverfahren entscheiden wollte.

KiK trägt keine Verantwortung für das Unglück

Hierzu ergänzt Ansgar Lohmann, Bereichsleiter Corporate Social Responsibility bei KiK: „Wir sehen der Prüfung des Sachverhalts im Hauptsacheverfahren weiterhin mit Zuversicht entgegen. Wir begrüßen es, wenn dieser hochkomplexe Vorgang einer grundlegenden juristischen Prüfung unterzogen wird.“

KiK weist jede Verantwortung für das Unglück zurück. Das Feuer in der Fabrik Ali Enterprises war die Folge eines gezielten und heimtückischen Brandanschlages. Dies hat ein pakistanisches Ermittlungsgutachten zweifelsfrei ergeben. „Die Ursachen und die Umstände des Feuers sind nicht auf mangelhafte Brandschutzmaßnahmen zurückzuführen. Es liegen keine konkreten und nachvollziehbaren Anhaltspunkte dafür vor, dass KiK eine unternehmerische Sorgfaltspflicht verletzt hätte“, so Lohmann.

KiK ist weiterhin bereit, auf freiwilliger Basis einen substanziellen Anteil an den langfristigen Hilfszahlungen für die Betroffenen von Ali Enterprises zu leisten. Hierzu hat das Unternehmen Gespräche mit der Internationalen Arbeitsorganisation ILO initiiert. Diese führt derzeit eine Ermittlung zur Höhe der Hilfszahlungen für die Betroffenen durch. „Wir sind zuversichtlich, dieses Verfahren bald erfolgreich abschließen zu können. Angesichts der Tatsache, dass KiK keine Schuld am Ausbruch des Feuers trägt, erwarten wir, dass sich auch die Regierung von Pakistan an den Hilfszahlungen beteiligt“, fordert Lohmann.