KiK engagiert sich: Internationales Engagement
Einen großen Teil unserer Waren kaufen wir in Bangladesch ein, deshalb sind wir oft in diesem Land unterwegs. Dabei sehen wir nicht nur die geschäftlichen Beziehungen zu den Herstellern vor Ort, sondern auch die Menschen, die dort unter oftmals sehr schweren Bedingungen leben und arbeiten. Unsere gesellschaftliche Verantwortung als international agierendes Handelsunternehmen nehmen wir wahr, indem wir zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Bangladesch initiieren oder unterstützen.
Produkte, die helfen: Flickenteppiche und Seegraskörbe bei KiK
Auf der Suche nach Arbeit ziehen jährlich mehrere Tausend Bewohner aus den ländlichen Regionen Bangladeschs in die Hauptstadt Dhaka. Während sich dort zunehmend Slums bilden, veröden die strukturschwachen ländlichen Regionen. Rangpur im Norden Bangladeschs ist so eine Region. Häufig auftretende Überschwemmungen vernichten ganz oder teilweise die Ernte der Kleinbauern in dem hauptsächlich von Landwirtschaft geprägten Gebiet. Eine unzureichende Lebensmittelversorgung und extreme Armut sind die Folge. Um eine weitere Abwanderung der Bevölkerung in die großen Industriezentren und die damit einhergehende fortschreitende Verelendung der Menschen zu verhindern, ist es wichtig, hier Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
Deshalb haben wir in Zusammenarbeit mit CARE Bangladesh und einem lokalen Unternehmen im Juni 2008 begonnen, eine traditionelle Technik der Teppichherstellung wieder zu beleben. Öko-Tex zertifizierte Baumwollreste aus der Textilproduktion werden nach Rangpur gebracht und dort zu Flickenteppichen verschiedener Machart verarbeitet.
Das Projekt fördert insbesondere Frauen, die durch diese Arbeit ihre gesamte Familie unterstützen. Durch Schaffung von sicheren Arbeitsplätzen an mittlerweile zehn Produktionsstätten wurde die gesamte Region Rangpur gestärkt. Zusätzlich erhalten die Bewohner der Dörfer Schulungen zu Themen wie Verhaltensförderung, Familienplanung, Schwangerschaftsvorsorge und Gesundheitsfürsorge.
Als großer Handelspartner garantiert KiK langfristig die Abnahme der hergestellten Teppiche, die in den Filialen aller Länder, in denen KiK vertreten ist, angeboten werden. Mit durchschlagendem Erfolg: bis heute wurden etwa 1,5 Mio. Teppiche verkauft.
Aufgrund des großen Erfolges des Teppichprojektes wurde 2009 eine zweite Produktionsstätte nach gleichem Muster in Bogra eröffnet. Hier stellen 250 Mitarbeiter Korbwaren aus dem nachwachsenden Rohstoff Seegras her.
Der Reinerlös aus dem Verkauf beider Produkte fließt vollständig in unsere vielfältigen sozialen und ökologischen Förderungsprojekte.
Unsere Produkte, die helfen
KiK-Projekte, die helfen: Medizinische Grundversorgung

- Versorgung der Arbeiterinnen mit Hygieneprodukten
Die Textilfabriken, in denen auch die Kleidung für KiK hergestellt wird, sind in den großen Industriezentren des Landes angesiedelt, vor allem in der Hauptstadt Dhaka. Dort ist die medizinische Versorgung unzureichend und die hygienischen Verhältnisse häufig kritisch. Daher haben wir in Zusammenarbeit mit der AWAJ-Foundation ein Projekt zur Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung erarbeitet. An mehreren Standorten in Dhaka steht jeweils an einem Tag in der Woche den Arbeiterinnen und Arbeitern ein ambulant praktizierender Arzt zur Verfügung, der neben der Behandlung akuter Beschwerden auch gesundheitliche Vorsorge und Aufklärung leistet.
Um Infektionsrisiken vorzubeugen, werden darüber hinaus in Kooperation mit der Nichtregierungsorganisation Phulki die weiblichen Arbeitskräfte in Rangpur sowie in zwei Fabriken in Dhaka, in denen für KiK produziert wird, mit subventionierten Artikeln zur Monatshygiene versorgt.
KiK-Projekte mit Zukunft: Kindertagesstätten und Schulen
Wenn Frauen Kinder zu versorgen haben, ist es für sie häufig schwierig, einer Arbeit nachzugehen ohne die Kinder für Stunden sich selbst zu überlassen. Die Gesetzgebung in Bangladesch schreibt jeder Fabrik ab einer Anzahl von 40 weiblichen Angestellten den Betrieb einer Kindertagesstätte vor, in der Realität wird diese Vorschrift jedoch nur selten umgesetzt. Um diese Lücke zu schließen, finanzieren wir acht Betreuungseinrichtungen in der Nähe der Textilfabriken. In den von der lokalen Nicht-Regierungsorganisation Phulki aufgebauten Kindertagesstätten können die Kinder morgens zur Betreuung gegeben und am Ende des Arbeitstages wieder abgeholt werden. Den Frauen wird so der Erwerb eines ausreichenden Einkommens erleichtert und die Kinder erhalten in den Betreuungszentren auf spielerische Art eine vorschulische Bildung.
Bildung ist langfristig die einzig wirksame Maßnahme, um Kinderarbeit zu verhindern. Denn nur wer die Sprache in Wort und Schrift beherrscht, hat eine Chance, später eine qualifizierte und besser bezahlte Arbeit zu bekommen. Doch weniger als die Hälfte der Bevölkerung Bangladeschs kann lesen und schreiben. Es existiert zwar eine Schulpflicht, aber für das erforderliche Schulmaterial fehlt in vielen Familien das Geld. Anstatt zur Schule zu gehen, müssen etwa sieben Millionen Kinder in Bangladesch zum Überleben ihrer Familien beitragen. Um den Teufelskreis aus mangelnder Bildung und Armut zu durchbrechen und der Kinderarbeit in der Textilindustrie wirksam entgegen zu steuern, fördern wir ein lokales Schulprojekt der Nicht-Regierungsorganisation GSS. GSS betreibt in Bangladesch landesweit 350 Schulen für Kinder, deren Familien von Armut besonders betroffenen sind. Sämtliche Kosten für die Schulbildung inklusive des Lehrmaterials werden dabei aus Spenden finanziert. Durch unsere Unterstützung erhalten zurzeit mehr als 1.900 Kinder in sechs Schulen eine Schulausbildung.
Lernen statt Arbeiten und gut betreut in Kindertagesstätten
KiK engagiert sich in Bangladesh
In Bangladesh wird ein Großteil der Ware für die KiK Textilien und Non-Food GmbH produziert. Als international agierendes Unternehmen sieht der Textildiscounter KiK auch die Verantwortung für die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in Bangaldesh. Die KiK Textilien und Non-Food GmbH engagiert darum im Bereich Gesellschaft, Bildung und Gesundheit in Bangladesh. Besonders Frauen und Familien werden mit Bildungs- und Betreuungsangeboten sowie mit medizinischer Grundversorgung und Aufklärung durch KiK unterstützt. Zusätzlich werden KiK-Produkte hergestellt und vertrieben, deren Erlös zur Unterstützung der Menschen in Bangladesh eingesetzt wird. Erfahren Sie mehr über das internationale Engagement der KiK Textilien und Non-Food GmbH.









