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Pressemitteilungen

03. Juli 2017

KiK verlängert Accord für Bangladesch

Neuauflage des Abkommens wichtiger Schritt zur weiteren Verbesserung der Produktionsbedingungen


 

 

Bönen, 29.6.2017 –Der Textildiscounter KiK hat die Neuauflage des Brandschutz- und Gebäudeabkommens „Accord“ in Bangladesch unterzeichnet. Das westfälische Unternehmen gehört damit zu den ersten Unterzeichnern des neuen Abkommens, das am 31. Mai 2018 in Kraft tritt. Ziel des „Bangladesh Accord on Building and Fire Safety“ ist, die nach dem Einsturz von Rana Plaza begonnenen Maßnahmen zur Verbesserung des Gebäude- und Brandschutzes in den Textilfabriken des Landes fortzuführen.

 

Die Unterzeichner des Abkommens haben sich verpflichtet, ihre Zulieferfabriken dem Accord zu melden und diese Fabriken durch Experten auf Gebäudeschutz, Brandschutz und elektrische Sicherheit untersuchen zu lassen. Die bei diesen Inspektionen dokumentierten Mängel werden von den Fabrikbesitzern in

Zusammenarbeit mit dem Accord beseitigt, die Textilfirmen unterstützen diese Maßnahmen finanziell. Seit Mai 2013 wurden alle 1655 dem Accord gemeldeten Fabriken inspiziert, 77 Prozent der identifizierten Sicherheitsmängel behoben.

 

„In den letzten fünf Jahren wurde viel erreicht. Doch wir sind noch nicht am Ziel. Die Sicherheit in den Textilfabriken von Bangladesch hat sich dank der Unterstützung der Textilfirmen verbessert. Für die Sicherheit der Beschäftigten ist es aber wichtig, jetzt am Ball zu bleiben und dafür zu sorgen, dass die noch ausstehenden Mängel beseitigt werden“, so Patrick Zahn, Vorsitzender der Geschäftsführung von KiK.

 

Accord hat sich bewährt

Das bisherige, 2013 geschlossene Accord-Abkommen läuft plangemäß nach fünfjähriger Laufzeit Ende Mai 2018 aus. Bereits damals gehörte KiK zu den Mitgliedern der ersten Stunde. Als zweites deutsches Unternehmen trat KiK dem Accord bei, einem Zusammenschluss von über 200 Textilfirmen aus 20 Nationen, internationalen sowie lokalen Gewerkschaften und NGO-Vertretern. „Die Abstimmung unter den Beteiligten ist oft langwierig. Gleichwohl hat sich der Accord bewährt. Er verbessert die Transparenz und sorgt dafür, dass Herausforderungen der gesamten Textilbranche in einem koordinierten Ansatz bewältigt werden“, so Ansgar Lohmann, Bereichsleiter Nachhaltigkeit bei KiK. „Zudem signalisiert er den Fabrikbesitzern, dass die Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen unbedingt erforderlich ist, um auch in Zukunft Aufträge von westlichen Textilhändlern zu erhalten und die Arbeitsplätze der Beschäftigen zu sichern“, ergänzt Lohmann.

 

Stärkung der Arbeitnehmerrechte und der Transparenz in der textilen Vorkette

Neben der weiteren Verbesserung der baulichen und elektrischen Bedingungen wird es in der kommenden Periode darum gehen, den sozialen Dialog und die Vereinigungsfreiheit zu stärken. Gemäß dem neuen Accord können zudem weitere Zulieferer in der textilen Vorkette in die Maßnahmen zur Verbesserung der

Gebäudesicherheit aufgenommen werden. Das neue Abkommen läuft bis 31. Mai 2021 und kann um maximal ein Jahr verlängert werden. Anschließend soll die Verantwortung für die Aufrechterhaltung sicherer Produktionsbedingungen einer bangladeschischen Aufsichtsbehörde übertragen werden.

 

KiK-Gebäudeschutzprogramm in Pakistan

Die Verbesserung der Produktionsbedingungen ist KiK ein wichtiges Anliegen. Als Mitglied im Textilbündnis und zusätzlich zu seinem Engagement für den Accord hat das Unternehmen jüngst ein Gebäudeschutz-Programm für seine Zulieferfabriken in Pakistan aufgesetzt. Zwischen Februar und Mai 2017 wurden alle rund 35 Zulieferfabriken von KiK auf bauliche und elektrische Mängel untersucht. Diese Inspektionen wurden von einer US-amerikanischen Ingenieursfirma durchgeführt und von KiK bezahlt. Nach Durchführung der Erst-Inspektion haben die Fabrikbesitzer ein Jahr Zeit, die dokumentierten Mängel zu beseitigen.