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Pressemitteilungen

31 Juli, 2017

Textilbündnis: KiK veröffentlicht Maßnahmenplan

Freiwillige Veröffentlichung Ausdruck des ernsthaften Engagements von KiK, Transparenz und Standards in der Lieferkette zu verbessern


Bönen, 28.07.2017 – Als eines der ersten Unternehmen hat der westfälische Textildiscounter KiK seinen Maßnahmenplan zur Umsetzung der Ziele des Textilbündnisses veröffentlicht. Die freiwillige Veröffentlichung ist Ausdruck des ernsthaften Engagements von KiK, stärkere Transparenz über die Produktionsbedingungen herzustellen und sich für bessere Sozial- und Umweltstandards in der Lieferkette einzusetzen. Zudem unterstreicht der Textilhändler mit diesem Schritt, dass er seine Mitgliedschaft im Textilbündnis sowie die Erarbeitung des Maßnahmenplans mit hohem personellem und zeitlichem Aufwand wahrnimmt und einen Beitrag zum Gelingen des Textilbündnisses leistet.

 

Das Bönener Unternehmen hat sich anspruchsvolle, aber realisierbare Ziele gesetzt. Die „Roadmap“ umfasst insgesamt 15 Ziele aus den drei übergeordneten Themenbereichen Sozialstandards, Chemikalien und Naturfasern. So wird KiK beispielsweise ein Gebäudesicherheitsprogramm für seine pakistanischen Lieferanten aufsetzen, um die Fabriken für die Beschäftigten sicher zu machen. Das Unternehmen wird zudem eine Menschenrechtspolitik als festen Bestandteil des Verhaltenskodex für seine Lieferanten erarbeiten, mit dem Ziel, die Durchsetzung von Menschenrechten in der Lieferkette zu verbessern. Dahinter verbirgt sich ein aufwändiger Prozess, der KiK-intern weitreichende Umstrukturierungen erfordert. So muss u.a. ein Beschwerdesystem eingerichtet werden, das in der Lage ist, angemessen und verhältnismäßig mit sehr unterschiedlichen Vorwürfen gegen die Lieferanten umzugehen.

 

KiK wird sich außerdem bei seinen Lieferanten sowie der tieferen Lieferkette dafür einsetzen, nationale Abwasserstandards einzuhalten, um Belastungen für die Umwelt zu reduzieren. Auch Ausmaß und Umfang der von den Lieferanten verwendeten und zertifizierten Naturfasern wird KiK evaluieren, um den Anteil von Naturfasern zu erhöhen.

 

Die Veröffentlichung der individuellen Maßnahmen ist für alle Mitglieder 2017 freiwillig, ab 2018 ist sie verpflichtend. Ein unabhängiges Zertifizierungsinstitut wird überprüfen, ob die Ziele eingehalten wurden. Bereits nach Einreichung der Maßnahmenpläne Ende Januar wurden diese von einem unabhängigen Prüfinstitut auf Plausibilität geprüft. KiK war eines von nur rund 25 Mitgliedern, die diese Prüfung auf Anhieb und fristgerecht bestanden hat.

 

KiK ist seit Juni 2015 Mitglied im Textilbündnis und beteiligt sich in allen sechs Arbeitsgruppen intensiv an den Diskussionen. „Wir nehmen unsere Mitgliedschaft ernst und beschäftigen in unterschiedlichen Abteilungen Mitarbeiter, die die Treffen des Bündnisses vor- und nachbereiten sowie die inhaltlichen Arbeiten im Unternehmen vorantreiben“, betont Ansgar Lohmann, Bereichsleiter CSR bei KiK. „Wir hoffen, dass viele Mitglieder eine plausible Roadmap vorlegen und Mitglied im Textilbündnis bleiben. Das Bündnis kann nur dann die Herausforderungen der Textilbranche erfolgreich anpacken, wenn Mitglieder mit einer breiten Marktabdeckung teilnehmen. Es müssen gleiche Rahmenbedingungen für alle Textilhersteller gelten, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten“, so Lohmann weiter. „In diesem Sinne stehen wir einer verbindlichen Ausgestaltung der Bündnisziele aufgeschlossen gegenüber“, betont Lohmann.

 

Der Maßnahmenplan von KiK ist voraussichtlich ab Freitag auf der Webseite des Textilbündnisses unter https://www.textilbuendnis.com/de/ zu finden.